community
Was im Workshopraum mit 20 Teilnehmenden möglich ist, das muss auch da draußen in der Welt möglich sein. Davon bin ich überzeugt und deswegen arbeite ich mit Gruppen.

wir brauchen dialog. dringend.
Denn jede Gruppe, die für ein paar Stunden oder Tage zusammenkommt und so wahrscheinlich nie wieder in einem Raum sein wird, kann etwas in die Welt tragen. Jede einzelne Person trägt ihre Erfahrungen als kleinen Samen in die Welt.
Wir können die Herausforderungen unserer Zeit nicht allein lösen. Niemand kann das. Wir brauchen Vereine, Dörfer, Aktivist:innen, Nachbarschaften, Netzwerke – und Menschen, die bereit sind, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Dafür brauchen wir Dialog. Und zwar echten Dialog: die Fähigkeit, andere Meinungen auszuhalten, Widerspruch nicht sofort abzuwehren und mutig auf Menschen zuzugehen, die wir vielleicht erst einmal als „die Anderen“ wahrnehmen.
Meine Form des Dialogs ist Theater.
Bei mir gibt es kein Blabla und keine Schlacht von Worthülsen und großen Konzepten. Wir benutzen unseren Körper. Der weiß meist ohnehin besser, was los ist, als unser Kopf.
Wir bauen Bilder, Standbilder, Gruppenbilder. Wir lassen Bilder sprechen und sich bewegen. Wir erschaffen Szenen aus der Wahrheit der Gruppe heraus und schauen uns an, was uns bewegt.
Was dabei entsteht, ist nicht vorher festgelegt. Es wächst organisch aus der Gruppe. Und das Publikum – oft selbst Teil dieser Gruppe – wird zum Zeugen und schließlich zum Mitspieler.
wie ich mit communities arbeite
Ich arbeite mit den Methoden des Theater der Unterdrückten und Theatre for Living. Für mich sind sie die stärksten Werkzeuge, mit einer Gruppe in kurzer Zeit konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erforschen.
Theater der Unterdrückten – international Theatre of the Oppressed – lässt sich zu fast jedem Thema einsetzen, das uns ratlos, wütend oder unzufrieden zurücklässt:
Ich habe zuletzt zu Demokratieverdrossenheit, Diskriminierung und Einsamkeit gearbeitet, ebenso wie zur Krise des Wohnungsmarkts oder zum tabuisierten Umgang mit sexuell übertragbaren Krankheiten.
Wir können mehrere Tage miteinander arbeiten und die gemeinsame Recherche anschließend als Forumtheater vor größerem Publikum auf die Bühne bringen. Oder wir arbeiten nur wenige Stunden und nutzen Elemente des Bildertheaters, um einen Konflikt sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzudenken.
Ich habe mich international in verschiedenen Formen des Theater der Unterdrückten und verwandten Ansätzen fortgebildet – unter anderem bei David Diamond / Theatre for Living in Kanada, Barbara Santos / KURINGA in Berlin und Héctor Aristizábal / The Work That Reconnects.
meine überzeugung ist einfach: Für die Multikrisen unserer Zeit brauchen wir Communities. Menschen, die sich zusammentun, einander zuhören und gemeinsam die richtige Medizin für ihre Situation entwickeln.




communities gestalten
Nicht jede Gruppenarbeit braucht eine Bühne. Ich werde auch als Gruppenleiterin für Netzwerk- und Beteiligungsformate gebucht. Dann geht es darum, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und Verbindungen sichtbar zu machen. Egal, wie und wo sich Menschen begegnen: Wir sind alle ähnlicher, als uns beigebracht wird.
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